Multiple-Sklerose-Risiko


Rauch und Chemikalien unter Verdacht
Multiple-Sklerose-Risiko

Wer als junger Mensch raucht und beruflich mit Lösungsmitteln in Kontakt kommt, erkrankt deutlich häufiger an Multipler Sklerose. Zu diesem Ergebnis kam eine aktuelle Untersuchung aus Schweden.

Neue Gefahren identifiziert

Multiple Sklerose – kurz als MS bezeichnet – ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. Bei den meisten Betroffenen wird sie im jungen Erwachsenenalter diagnostiziert. Die Ursachen der Krankheit sind nicht vollständig geklärt. Das Risiko, an MS zu erkranken, steigt für Träger des Gens HLA-DRB1*15 sowie durch bestimmte Umweltfaktoren wie zum Beispiel eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus.

Die Wissenschaftlerin Anna Karin Hedström vom Karolinska-Institut bei Stockholm wies 2014 für Raucher ein deutlich höheres Erkrankungsrisiko nach: Aktive Raucher mit genetischer Veranlagung hatten ein fast 5-fach größeres Risiko, an MS zu erkranken als Nichtraucher. Bei Passivrauchern mit Risikogen erhöhte sich die Häufigkeit um etwa den Faktor 8.

Aktuelle Ergebnisse aus dem Jahr 2018 zeigten ein gesteigertes MS-Erkrankungsrisiko für Raucher, die in frühen Berufsjahren mit Lösungsmitteln arbeiteten. Bei den Teilnehmern der Untersuchung wurde die Diagnose MS durchschnittlich im Alter von 34 Jahren gestellt. Hedström ermittelte ein 5-fach höheres Risiko einer MS-Erkrankung für Raucher, die Lösungsmitteln ausgesetzt waren, zum Beispiel als Maler oder Lackierer. War neben Rauch und Lösungsmitteln zusätzlich die genetische Veranlagung vorhanden, stieg das Risiko auf das 30-fache an.

Mechanismus für Untergang von Nervenzellen noch unklar

Auf welchen Wegen Zigarettenrauch und Lösungsmittel die neurologische Erkrankung MS verursachen, ist derzeit Gegenstand weiterer experimenteller Forschung. Beide Einflussfaktoren schädigen die Lunge. Hedström vermutet, dass dabei eine fehlgeleitete Immunreaktion stattfindet, die Nervenzellen im Gehirn zerstört.

Quelle: Ärzteblatt

Apothekenverbund


Schölerberg-Apotheke
Iburger Str. 87
49082 Osnabrück
Telefon: 0541/50 51 90


Töpfer-Apotheke
Lengericher Landstr. 17 A
49078 Osnabrück
Telefon: 0541/94 43 90

News

K2 gegen Wadenkrämpfe

Frau liegt im Pyjama mit verkrampften nackten Füßen im Bett.

Anzahl und Intensität reduziert

Nächtliche Wadenkrämpfe sind schmerzhaft und können die Nachtruhe erheblich stören. Womöglich lassen sich die Beschwerden mit Vitamin K2 lindern.   mehr

Schlaganfall sofort erkennen
Monitor im Krankenhaus. Bei einem Schlaganfall tut sschnellstmögliche Behandlung Not.

Lächeln, sprechen, Arme hoch

Bei einem Schlaganfall muss sofort der Notdienst gerufen werden, um das Gehirn der Betroffenen vor schlimmen Folgen zu bewahren. Doch wie erkennt man als Laie überhaupt solch einen Notfall?   mehr

Asthma durch Katzenkontakt?
Asthma durch Katzenkontakt?

Einfluss durch Tierhaare

Asthma kann durch Allergene wie Pollen ausgelöst werden. Doch wie ist es mit Katzenhaaren?   mehr

Wie sinnvoll ist der Cortisol-Detox?
Wie sinnvoll ist der Cortisol-Detox?

Müde, zu dick und unkonzentriert

Müdigkeit, Gewichtszunahme und Konzentrationsprobleme – etliche Influencer*innen behaupten in den sozialen Medien, dass daran ein „zu hoher Cortisolspiegel“ schuld ist. Empfohlen wird dann meist eine Cortisol-Entgiftung. Das ist allerdings nicht nur medizinisch sinnlos. Manche der propagierten Methoden können sogar gefährlich werden.   mehr

Vitamin-K-Prophylaxe für Babys
Vitamin-K-Prophylaxe für Babys

Verzicht bedeutet Gefahr

Die Vitamin-K-Gabe nach der Geburt schützt Babys vor Gehirnblutungen. Wie wichtig diese Prophylaxe ist, unterstreicht eine schwedische Untersuchung.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Markt-Apotheke Nahne
Inhaber Dr. Julius R. Herting
Telefon 0541-6 00 27 00
E-Mail markt-apotheke@osnanet.de